OLIVER ZAHN


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OLIVER ZAHN (*1989) ist Theatermacher und Performer.

Seine choreografisch-diskursiven Performance-Essays kreisen oftmals um Geschichtsschreibung, Erinnerungspolitik, kollektives Gedenken und immaterielles Wissen. Die Basis dafür bilden stets ausgiebige Recherchen – ethnografisch, archivbasiert und im verkörpernden Selbstversuch.

Entstanden sind so bisher unter anderem SITUATION MIT AUSGESTRECKEM ARM (2015, über die Kulturgeschichte der „Hitlergruß“-Geste), SITUATION MIT DOPPELGÄNGER (2015, mit Julian Warner; über kulturelle Aneignung im Tanz, Imitation und Minstrel Shows), die Tanzfonds-Erbe-Produktion ZWEITER VERSUCH ÜBER DAS TURNEN (2017/18, als HAUPTAKTION gemeinsam mit sieben Kollaborateur*innen; über  die Zugehörigkeit zum „Volkskörper" anhand von Geschichte und Praxis der deutschen Turnbewegung), sowie zuletzt LOB DES VERGESSENS (über die Flucht und Vertreibung Deutscher nach dem zweiten Weltkrieg und Praktiken des Vergessens).

Im April 2020 hat darüber hinaus die Arbeit FUTUR GERMANIA Premiere, gefolgt von dem Langzeitprojekt NEKROLOGE ab Ende 2020.

Oliver Zahns Arbeiten werden auf wichtigen Festivals im deutschsprachigen Raum (u.a. Tanzplattform, steirischer herbst, Donaufestival, SPIELART, mehrfach bei IMPULSE) und an großen Häusern (u.a. HAU, Mousonturm, PACT, FFT, Hellerau, Kaserne Basel, Münchner Kammerspiele) präsentiert und touren international (u.a. in Belgien, den Niederlanden, Italien, Spanien, UK, Polen, Rumänien, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Tunesien, im Westjordanland, sowie in Indien).

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